Gedenkskulptur "Strahlenflügel"

 
 

Die Bronzeskulptur in Form einer stehenden Scheibe weist ein strahlenartiges Muster auf, ausgehend von einer mittig liegenden Öffnung. Auf diese Weise ergibt sich eine sonnenähnliche Anmutung. Dabei verjüngt sich die mittige Öffnung bis zum oberen Rand der Strahlenscheibe. Hierdurch lässt sich in der Skulptur auch ein Engelflügel erkennen.

Die Öffnung im Mittelpunkt der Scheibe schafft einen bildhaften Ausdruck eines Übergangs, ein Tor von einer Seite auf die andere. Die Öffnung steht damit symbolisch für den Übergang vom Leben zum Tod. Der Betrachter sieht dabei auf der anderen Seite in das Blau des Himmels bzw. strahlt das Sonnenlicht durch diese Öffnung. Auf diese Weise nimmt die Skulptur bildhaft dem Tod seinen Schrecken: das „Jenseits“ ist hier eine helle, lichtdurchströmte Welt.

Gleich welche dieser Assoziationen nun bei den Trauernden geweckt werden, setzen diese dem Tod positive Bilder entgegen. So kann die Skulptur bei den Trauernden Zuversicht und neuen Lebensmut wecken.

Die Skulptur wurde als Mittelpunkt einer Urnengemeinschaftsgrabanlage in Weiskirchen, Rodgau aufgestellt. Der Bronzeguss wurde von der Bildgießerei Wittkamp gefertigt, die Aufstellung sowie die Bearbeitung des Sandsteinsockels erfolgte in Zusammenarbeit mit der Bildhauerei Petrax.

Realisierung 2012