Erweiterung - Friedhof Beelen

 
 

Die Erweiterungsfläche des Friedhofes liegt jenseits eines trennenden Bachlaufes. Die Flussterrassenkante bildet das wesentliche Gestaltungselement der Friedhofserweiterung, welche mittels einer Gabionenmauer als ein raumprägendes Gestaltungsmerkmal ausgeformt ist.

Der verspringende Verlauf des Terrassenmauerwerks bestimmt die Ausrichtung der Grabreihen. Zwischen den Grabfeldern ergeben sich leichte Aufweitungen der Wegeflächen und verleihen dem Friedhof eine angenehme Leichtigkeit. Eingestreute Platzsituationen und schirmförmige Zierkirschen charakterisieren das zentrale Gräberfeld. Für eine randseitige Einfassung sorgt ein Rahmen aus Rasengrabfeldern mit hainartigen Baumpflanzungen.

Eine Besonderheit im Randbereich ist eine niedere, unregelmäßig unterbrochene Steinwand aus hochkant gesetzten Natursteinplatten, die dem Friedhof eine Grenze gibt und damit einen eigenen Raum bildet. Gleichzeitig kann diese Wand von der Innenseite als Grabstein dienen.

Eine neu errichtete Fußgängerbrücke verbindet die beiden Friedhofsbereiche miteinander. Der rhythmisch gegliederte Geländerverlauf begleitet die Trauernden auf ihrem Weg zur Erweiterungsfläche.

Für den Schlusspunkt der Hauptachse über die Friedhofserweiterung war bereits von Beginn an die Aufstellung einer vertikalen Friedhofsskulptur vorgesehen, als visuelle Verbindung zwischen dem Alten Friedhof mit der Kapelle und dem neuen Friedhofsbereich. Im Jahr 2010 konnte an dieser Stelle die ,Stele der Erinnerung' umgesetzt werden.

 

Realisierung 2001-2004