Denkmalgerechte Sanierung im Umfeld der Löwenburg

 
 

Die Löwenburg und ihre umgebenden Außenanlagen bilden eine untrennbare künstlerische Einheit und sind ein bedeutender Bestandteil des Bergparks Wilhelmshöhe. Die Löwenburg wurde als romantische mittelalterliche Ruine vom damaligen Bauinspektor Heinrich Christoph Jussow für Kurfürst Wilhelm I geplant und zwischen 1793 und 1801 realisiert. Die umgebenden Außenanlagen mit Burggarten, Turnierplatz und dem Obst- und Gemüsegarten waren ebenso Teil dieses einzigartigen historischen Ensembles dieser Bauphase wie die Felsentreppe und die Wolfschlucht. Nachdem an der Löwenburg im Laufe ihrer Entstehung immer wieder Reparaturen durchgeführt werden mussten, waren nun erneut Instandsetzungsarbeiten notwendig, um den langfristigen Erhalt der Anlage sicherzustellen.

Die Wiedergewinnung und der Erhalt des historischen Charakters der Gesamtanlage hat bei den Instandsetzungsarbeiten Priorität. Unter dieser Prämisse ist die bestehende Substanz möglichst zu erhalten, gleichzeitig soll die Anlage aber auch den heutigen Nutzungsansprüchen sowie Sicherheitsanforderungen genügen. Teilweise erfolgt auch eine Neuanlage verschwundener Elemente der Gartengestaltung, um das ursprünglich intendierte Bild der Erbauer wiederherzustellen. Grundlage der Arbeiten bilden alte Pläne und Fotografien sowie die intensive Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen. Außerdem findet eine kontinuierliche Abstimmung über die geplanten Arbeiten mit denkmalpflegerischem Fachpersonal des Bergparks und des Landes Hessen statt.

Das Projekt Außenanlagen Löwenburg umfassen mehrere Teilmaßnahmen, die sich ringförmig um die Burg anordnen. Seit 2007 wurde der Waldweg wieder hergestellt, der Burggarten mit Brunnenanlage und die Felsentreppe aus Tuffstein mit der angrenzenden Weinbergmauer instandgesetzt, die Wolfsschlucht (Felsen-Grotten-Landschaft) überarbeitet und eine grundlegende Sanierung des Turnierplatzes mit Treppenanlage vorgenommen. Der Obst- und Gemüsegarten, sowie der Außenhof folgen nach der Sanierung des Bergfrieds, der bis 2018 wieder aufgebaut wird.