Integriertes Handlungskonzept Bad Karlshafen

 
 

Der barocke Stadtteil Bad Karlshafens wurde als Hafen- und Handelsstadt im Namen des Landgrafen Carl zur Ansiedlung hugenottischer Glaubensflüchtlinge gegründet und steht heute als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz.

Das einmalige Denkmal zu Erhalten stellt eine große Herausforderung dar. Bedingt durch den demographischen Wandel und die abseitige Lage ist die barocke Altstadt von großen Leerständen betroffen. Aber auch der defizitäre Zustand der Freiräume und das durch die Schließung der Schleuse nicht mehr nutzbare Hafenbecken im Zentrum Bad Karlshafens sind für die vom Tourismus geprägte Stadt eine unbefriedigende Situation.

2014 erfolgte die Aufnahme in das Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" und die Erarbeitung eines teilräumlichen integrierten Handlungskonzeptes, welches den Handlungsleitfaden für die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms bildet. Hierfür wurde auf Basis einer Bestandserhebung und einem vorhandenen Stadtmarketingkonzept gemeinsam mit einer Lenkungsgruppe, bestehend aus wichtigen Akteuren der Stadt, eine umfangreiche Liste an Maßnahmen zur Entwicklung des Altstadtkerns von Bad Karlshafen erarbeitet. Die Maßnahmen wurden unter folgenden Schwerpunkten zusammengefasst: Schleusenöffnung/Belebung des Hafenbeckens, Aufwertung der Freiräume, Gebäudeerhalt und Gebäudenutzung, Inszenierung und Präsentation der Stadt mit ihrer Geschichte.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen soll der Erhalt des barocken Gebäudeensemble Bad Karlshafens als wertvolles städtebauliches Denkmal langfristig gesichert werden und der Stadtkern als lebendiger und attraktiver Wohnort stabilisiert werden. Außerdem soll durch die Revitalisierung nicht mehr funktionsfähigen Hafenbeckens die einmalige historische Stadtstruktur, mit dem Binnenhafen als Zentrum, auch für heutige Generationen wieder verstehbar und nutzbar werden.

Bearbeitung in Zusammenarbeit mit Stadtbau+, 2014